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28. November 2007

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Franz Peter Tebartz-van Elst wird Bischof von Limburg

Papst ernennt Deutschlands jüngsten Diözesanbischof
Wie Kamphaus kommt sein Nachfolger aus dem Bistum Münster

Franz-Peter Tebartz-van Elst Im ganzen Bistum läuteten am Mittwoch die Glocken, nachdem im Limburger Dom der Name des neuen Bischofs verkündet wurde: Franz Peter Trebartz-van Elst wird Nachfolger von Franz Kamphaus. Mit seinen 48 Jahren ist der Theologe vom Niederrhein Deutschlands jüngster Diözesanbischof. Seit Februar war die Stelle des Limburger Bischofs vakant, damals war Franz Kamphaus mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze von 75 Jahren zurückgetreten.

Papst Benedikt XVI. hatte Tebartz-van Elst am 28. November 2007 als Nachfolger von Franz Kamphaus ernannt. Das Amt des Bischofs wird Tebartz-van Elst vermutlich im Januar 2008 antreten. Anschließend an die Namensverkündung im Limburger Dom hatte das Domkapitel gemeinsam mit Gläubigen für den neuen Bischof von Limburg gebetet.


Fleißiger Theologe - Seine Leidenschaft: Doppelkopf

Tebartz-van Elst gilt als Realist, der die Situation der Kirche ungeschminkt sehe. Zudem werde ihm ein großer Fleiß nachgesagt. Mit seinen Vorstößen zur Erwachsenentaufe hatte er bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit dem Aufbau eines Erwachsenenkatechumenats im Bistum Münster war er Vorreiter für die Glaubensweitergabe an Menschen, die sich dem Christentum wieder zuwenden wollen. Tebartz-van Elst ist der 12. Bischof von Limburg. Mit seinem Vorgänger Kamphaus hat der neue Bischof nicht nur den Vornamen Franz gemein: Beide kommen aus dem Bistum Münster und haben ihre Wurzeln in bäuerlichen Familien.

Vor allem in seiner Borkener Heimat genießt der neue Bischof einen guten Ruf. Zur Entspannung spiele er gerne Doppelkopf. Doch nicht nur seine Kartenspiel-"Kunst", sondern auch seine besondere Menschlichkeit wird sehr geschätzt. Der künftige Limburger Oberhirte setzt auf eine Erneuerung der Gemeinden und damit auch die Arbeit Kamphaus' fort: „Wir müssen Biotope des Glaubens schaffen, Milieus der Beheimatung in einer unübersichtlichen Gesellschaft.“

Franz-Peter Tebartz-van Elst

Franz-Peter Tebartz-van Elst wurde am 20. November 1959 in Twisteden bei Kevelaer geboren. Er ist Weihbischof im Bistum Münster. Am 26. Mai 1985 empfing Tebartz-van Elst die Priesterweihe und wurde Kaplan in der Altenberger Gemeinde St. Johannes Baptist. Drei Jahre später wurde er zum Studium freigestellt und promovierte zum Dr. theol. Seit 1990 war er Domvikar am St.-Paulus-Dom in Münster, bis er 1996 einen Lehrauftrag der Westfälische Wilhelms-Universität in Münster im Fach Katholische Theologie erhielt. 1998 habilitierte er sich. 2002 folgte er einem Ruf der Universität Passau als Professor für Pastoraltheologie und Liturgiewissenschaft. 2003 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Girus Tarasii und Weihbischof in Münster. Am 18. Januar 2004 empfing er durch Diözesanbischof Reinhard Lettmann die Bischofsweihe. Ihm wurde die Regionalpastoral für die Kreise Borken und Steinfurt übertragen.

Quellen: Wikipedia, KNA, ebd, kirchensite.de, katholisch.de, BistumLimburg, Benjamin Holler

Ein ausführliches Portrait finden Sie unter: kirchensite.de.

Hier können Sie sich ein Portrait über den neuen Bischof aus dem Kölner Domradio anhören: Hörportrait Domradio.

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