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21. Januar 2008

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Ein neuer Bischof in Limburg

"Wo Kirche Konturen hat, wird Glaube anschaulich"
Tebartz-van Elst will der Kirche ein Gesicht geben

Tebartz-van Elst während seiner Predigt

Nach einem knappen Jahr hat das Bistum Limburg wieder einen Bischof. Mit seinen 48 Jahren ist der Münsteraner Weihbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst der jüngste Oberhirte in einem deutschen Bistum. Am 20. Januar wurde er in einem Festgottesdienst im Limburger Georgsdom in sein Amt eingeführt.

Tebartz-van Elsts großer Tag In seiner Predigt rief der Bischof alle Gläubigen dazu auf, im Gebet und im Gespräch der Kirche ein Gesicht zu geben: „Wo Kirche Konturen hat, wird Glaube anschaulich.“ Weiter sagte er, je öfter Kirche im Leben vor Augen komme, „desto größer ist das Interesse, nachzusehen.“ Kirche werde dann missionarisch, wenn es gelinge, „anderen die Augen für Christus zu öffnen.“




Unter den Gästen im vollbesetzten Georgsdom waren auch Menschen aus der Münsterländer Heimat des neuen Bischofs. Außerdem auch prominente Vertreter aus Kirchen, Politik und Gesellschaft: So waren die Ministerpräsidenten von Hessen und Rheinland-Pfalz, Roland Koch und Kurt Beck, die SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti, ebenso unter den Gläubigen wie der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Peter Steinacker.

Der neue Oberhirte erhält von seinem Vorgänger Kamphaus den Bischofsstab Am Altar versammelten sich der Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, der Apostolische Nuntius in Deutschland, Jean-Claude Périsset, der noch amtierende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, der Bischof von Münster, Reinhard Lettmann, und der Altbischof Franz Kamphaus. In seinem Grußwort äußerte Meisner die Hoffnung, der neue Bischof möge dafür sorgen, dass in Limburg „alles ursprünglich, frisch, dynamisch und kreativ bleibt“. Der Kardinal kritisierte, dass „manche Menschen heute aus verschiedenen Gründen nur jene Wahrheiten des Glaubens übernehmen, die ihnen passen, während sie andere ablehnen“.


Kamphaus überreicht Bischofsstab

Der Botschafter des Vatikan überreichte Tebartz-van Elst seine Ernennungsurkunde. Während Kardinal Meisner dem jungen Bischof seine Mitra, den Bischofshut, übergab, überreichte ihm Vorgänger Franz Kamphaus den Petrusstab der Limburger Bischöfe. Anschließend erneuerten die Priester und Diakone im Bistum dem Bischof ihr Treueversprechen. Auch Vertreter der Orden, der pastoralen Mitarbeiter, der synodalen Gremien und der Caritas sowie die anwesenden Bischöfe bekundeten Tebartz-van Elst ihre Verbundenheit.

Kirchenprominenz um den neuen Limburger Bischof: Kardinäle Meisner und Lehmann In seinem Grußwort zeigte sich der scheidende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, erfreut, dass nun vermehrt „jüngere, jedoch bereits erfahrene Mitbrüder Verantwortung in den Diözesen übernehmen“. Lehmann dankte außerdem dem Limburger Generalvikar Günther Geis für die „ausgezeichnete Zusammenarbeit“. Geis hatte als Diözesanadministrator seit dem Rücktritt Kamphaus das Bistum Limburg verwaltet.

Quellen: bistumlimburg.de, Benjamin Holler, Fotos: KNA




Weiterführende Links:

Mehr über Franz-Peter Tebartz-van Elst
Mehr über den Namen des neuen Bischofs
Mehr über das Wappen und das Leitwort von Tebartz-van Elst

Die Predigt des neuen Bischofs zum Nachlesen.
Die Bulle zur Amtseinführung.
Das Grußwort Karl Kardinal Lehmann.
Die Rede von Bischof Georg Nkuo.

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