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KatholischeMitten an einer der belebtesten Einkaufsstraßen Frankfurts, der Berger Straße im Stadtteil Bornheim, der "Bernemer Zeil", liegt die katholische Pfarrkirche St. Josef.
Der markannte Turm in der Häuserzeile beherrscht auch noch heute den geschäftigsten Teil der Berger Straße zwischen Höhenstraße und dem Bornheimer Uhrtürmchen. Vielen Passanten sticht vor allem der zur Berger Straße liegende Kirchplatz ins Auge, auf dem sich seit vielen Jahren ein Bratwurststand befindet. Was liegt da näher als von St. Josef einfach von "der Kirche mit dem Bratwurststand" zu reden; auch eine Möglichkeit St. Josef - Bornheim von den insgesamt drei Josefskirchen in Frankfurt zu unterscheiden, gibt es doch auch in Eschersheim und in Höchst noch weitere katholische Josefskirchen.
Doch gerade hier an der Berger Straße in unmittelbarer Nähe zur Geschäftigkeit der Kaufhäuser bietet St. Josef auch einen einen Platz der Stille. Der offen gestaltete neue Kirchplatz, der sich zur Eichwaldstraße hin öffnet, lädt zur Rast ein; er ist mit seinem Linden, mit Brunnen und Blumen und Bänken, die zur Rast einladen, mitten in Bornheim eine Art "Paradiesgarten" für alle. Vielen Menschen im Stadtteil ist der "Rote Platz", wie er auch wegen seiner roten Pflasterung gern genannt wird, liebgewordene Passage zwischen Berger Straße und Eichwaldstraße.
Dieser Platz ist aber auch kommunikatives Zentrum der Pfarrei, ist er doch auch die zentrale Wegebeziehung zwischen Kirche, Pfarrhaus, Pfarrsaal und Altenheim St. Josef.
Damit die Kommunikation zwischen den Menschen und der Pfarrgemeinde funktioniert, dafür gibt es im Pfarrhaus das Pfarrbüro, das Montags bis Freitags jeweils vor- und nachmittags Sprechzeiten hat.
Damit die Kommunikation mit Gott funktioniert, dafür ist außerhalb der Gottesdienstzeiten in der "Alten Josefskirche" die Sakramentskapelle täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Die Pfarrei St. Josef, mit fast 11.000 Katholiken eine der größten im Bistum Limburg, ist am 1. August 2007 gebildet worden durch die Fusion der beiden Bornheimer Pfarreien St. Josef und Heilig-Kreuz. Zusätzlich kamen bereits am 1. Juli 2007 etwa 1.000 Katholiken aus dem nordöstlichen Teil der Pfarrei St. Michael im Nordend hinzu. St. Josef ist eine internationale Gemeinde. Mehr als 30 Prozent der Mitglieder der Gemeinde sind Katholiken anderer Muttersprache, die rund 15 verschiedenen Nationen angehören.
Weitere Details hinter folgendem Link [⇒ Die neue Pfarrei St. Josef]
Grenze der Pfarrei und Kirchengemeinde St. Josef
blau: St. Josef, rot: alte Bornheimer Gemarkungsgrenze
(Karte aus: CD "amtliche stadtkarten frankfurt am main")
Geschichtlich gesehen hat sich mit der Neugründung der Pfarrei St. Josef der Kreis geschlossen, ist doch das heutige Pfarrgebiet wieder annähernd mit den Grenzen des alten Dorfes Bornheim identisch, so wie die alte katholische Bornheimer Pfarrgemeinde anfangs bestand. Allerdings stehen jetzt im Pfarrgebiet drei katholische Kirchen: die Pfarrkirche St. Josef an der Berger Straße, die Heilig-Kreuz Kirche an der Kettelerallee und die Kirche St. Michael an der Gellertstraße
Zu erreichen ist St. Josef für die Nicht-Bornheimer sehr einfach mit der U-Bahn-Linie U4. Das Pfarrzentrum ist in der Mitte zwischen den beiden U-Bahn-Stationen Bornheim-Mitte und Höhenstraße gelegen.
Doch auch mit dem Auto ist St. Josef zu erreichen, wenn auch das Parken am Straßenrand zumindest während der werktäglichen Einkaufszeiten wahrlich kein Vergnügen ist. Da bietet sich schon eher das Parkhaus im Bürgerhaus Bornheim - heute als Saalbau Bornheim bezeichnet - in der Arnburger Straße an.
St. Josef zählt wohl zu den bemerkenswertesten Frankfurter Kirchbauten, denn hier stehen zwei Kirchen in einer. Erst im vorigen Jahrhundert wurde wegen des Zuzugs von katholischen Arbeitern, die überwiegend aus Franken und dem Fuldaer Land kamen, in Bornheim wieder eine katholische Kirche gebaut. Seit der Reformation hatte es keine mehr gegeben. Dennoch stammt die heutige Alte Josefskirche (rechtes Foto) aus dem Mittelalter. Beim Kirchbau 1874-77 trug man die in der Frankfurter Innenstadt befindliche Johanniterkirche ab und baute sie in Bornheim möglichst originalgetreu wieder auf. Der Abbruch der Johanniterkirche wurde schon damals wegen des wachsendes Verkehrs notwendig. So kam man in Bornheim zu einem - ortsversetzten - mittelalterlichen Kirchbau. Im Jahre 1931 wurde dann wegen des größeren Raumbedarfs der damaligen Gemeinde an die Alte Josefskirche die Neue Josefskirche (linkes Foto) angebaut, sodass der heutige Kirchenraum aus zwei Epochen besteht.
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